Freitag, 13. Oktober 2017

Ein schöner Moment

Erst einmal möchte ich mich für eure netten Kommentare, besonders auch zum letzten Post bedanken. Es tut mir immer leid, wenn ich so selten zum Kommentieren auf euren Blogs komme.

Als ich gestern von der Arbeit nach Hause kam und die Gartentür öffnete, wimmelte es vor lauter Schmetterlingen in meinem Garten. Die wärmeren Temperaturen und die Blüten der Herbstastern hatten sie wohl angelockt. Sonst sitzen sie meist auf dem Sommerflieder. Aber der ist inzwischen so hoch, dass man sie dort schlecht beobachten kann.

Aber auf den Herbstastern war es ein ganz toller Anblick und ich habe schnell ein paar Handyschnappschüsse gemacht. Ein paar Schmetterlinge sind sogar sitzen geblieben und boten sich als "Fotomodell" an.

Während sich auf den anderen Herbstastern ("Blue Heaven", "Augenweide" und "Silberteppich" eher die Bienen, Hummeln und Schwebfliegen tummeln, scheint die Kissen-Aster "Prof. Anton Kippenberg" ein besonderer Anziehungsmagnet für Schmetterlinge zu sein.










Ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen noch mehr solche schönen Anblicke erleben kann. Ich habe jetzt einige Tage Urlaub, in denen ich meinen Garten eigentlich auf den Winter vorbereiten wollte, dabei blüht es überall noch so wunderschön.

Ich freue mich, dass für die nächsten Tage so schönes Wetter vorhergesagt ist, und ich den Garten noch einmal richtig ausgiebig genießen kann.

Mit den folgenden aktuellen Bildern aus meinem Garten wünsche ich euch ein wunderschönes sonniges Herbstwochenende!


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Sonntag, 8. Oktober 2017

Riesenzwerge und Farbillusionen

Jedes Jahr freut man sich, wenn es im Garten grünt und blüht. Immer wieder gibt es auch Ecken im Garten, die noch nicht so sind, wie man es sich vorstellt. Oder man hat irgendwie noch keine Idee. Manchmal kann man planen und träumen so viel man will, oft kommen die Dinge anders, als man denkt.

Im Frühjahr kam ich einfach nicht an diesen Gladiolenknollen in der Gartenabteilung eines Baumarkts vorbei. Passten sie doch genau in meine Farbvorstellungen.


Ich freute mich auf ein Blumenbeet mit 45 pastellfarbenen Blüten in meinem Garten.

Seht ihr hier unten zum Beispiel die schönen Gladiolen in Weiß, Rosa und Helllila?

Wo ist Weiß, Lila und Rosa werdet ihr jetzt fragen. Ja, das habe ich auch gedacht, als die ersten Gladiolen ihre Blüten öffneten. Da dachte ich noch, ok es ist vielleicht eine andere Farbe darunter.

Aber alle Gladiolen wurden Rot, Gelb und Gelb/Orange. Genau die Farben, die ich überhaupt nicht wollte. So ist das mit den Traumfarben.

Dann gab es von mir einen lang gehegten Wunsch. Einmal schöne duftende Wicken im Garten zu haben. Ich erinnere mich oft an unseren Balkon. Meine Mutter zog dort jedes Jahr wunderschöne Wicken in Kästen. Im letzten Jahr hatte ich schon den Versuch mit Lila Duftwicken unternommen, die nicht wirklich wachsen wollten. In diesem Jahr ein zweiter Versuch mit Zwerg- oder auch Biedermeierwicken, die nur 25 cm hoch werden sollten und die ich als Unterpflanzung in einem Blumenkübel nehmen wollte.


Inzwischen sind die 25-cm-Wicken höher als 2,00 m und verdecken mehr als sie sollten. 😁

"Zwergwicken"


Auch meine Rispenhortensie "Pinky Winky", die ich mir in schönem Rosa/Weiß vorgestellt habe, hat in meinem Garten keine Lust zum Wachsen. Sie ähnelte schon im Sommer eher einer Rostdekopflanze, oder als ob wir den Winter schon hinter uns hätten. Am Wassermangel  kann es nicht gelegen haben. Regen hatten wir diesen Sommer genug. Weiß vielleicht jemand, woran das liegen könnte?

Pinky Winky
Mal sehen, was das nächste Gartenjahr für Überraschungen bereit hält.

Ich wünsche einen schönen Sonntag und eine schöne neue Herbstwoche.



Sonntag, 1. Oktober 2017

Morgenrot

Gestern Früh erwartete mich beim ersten Blick aus dem Fenster ein schöner Morgenrot-Himmel. Eine alte Bauernregel sagt ja: Abendrot - Gutwetterbot' - Morgenrot mit Regen droht. 

Heute Morgen hat sich nun diese Wetterregel wieder bestätigt. Nachdem wir gestern noch einen recht freundlichen und trockenen Tag hatten, setzte in der Nacht der Regen ein und die Schönwetterperiode dürfte erst einmal zu Ende sein. Aber ich bin auch froh darüber, denn es hat hier länger Zeit nicht geregnet und irgendwie bin ich so langsam innerlich auf Herbst eingestellt.

Nachdem ich vor ein paar Tagen nach einer sehr kalten Nacht, schon dachte, den ersten Reif auf den Rosenblättern entdeckt zu haben, (zum Glück stellte es sich dann nur als Tau heraus) war es in den letzten Tagen bei uns fast sommerlich warm.


Während sich die Natur nun ein herbstlich buntes Kleid anzieht, die Bäume ihre Blätter verlieren, blüht es im Garten noch kräftig. Die Herbstastern haben nun ihre Knospen geöffnet und viele Insekten freuen sich darüber.


Zur Zeit haben wir auch jede Menge Schwebfliegen, von denen es viele verschiedene Arten gibt. Meist sehe ich sie nur im Herbst bei uns.




Die Schmetterlinge flattern noch auf den letzten Blüten des Sommerflieders. Allerdings ließen sich nur die Kohlweißlinge von mir ablichten.

Immer öfter sieht man auch die Große Holzbiene bei uns fliegen. Diese allerdings hat wohl leider ihre letzte Ruhe auf der Rosenblüte gefunden.



Überall im Garten blüht jetzt das einjährige Steinkraut in seiner zweiten Runde. Es sät sich jedes Jahr von selber aus und ich lasse es einfach wachsen, dort wo es will. Denn es passt eigentlich zu jeder Pflanze. Im Sommer nach der ersten Blüte schneide ich es zurück und im Herbst gibt es dann noch einmal weiße Blütenwolken.




Die Strauchrose La Rose de Molinard hat sich in den letzten Jahren als besonders robust und gesund erwiesen. Sie gehört in unserem Garten zu den Rosen, die weit bis in den Herbst blühen, die trotz der Wetterkapriolen dieses Sommers keinerlei Blattkrankheiten aufweisen und selbst bei Regen einen schönen Anblick bieten.


Auch die anderen Rosen treiben weiterhin wunderschöne Blüten. Es gibt noch viele Knospen. Mal sehen, ob sie alle noch aufblühen werden.




Ich wünsche euch einen schönen Sonntag und viele sonnige Herbsttage.

Sonntag, 17. September 2017

Der Horn-Sauerklee hat wieder gewonnen



Habt ihr auch diesen Klee in eurem Garten? Wenn nicht, dann seid froh. Spätestens, wenn der Sommer zu Ende geht, muss ich jedes Jahr einsehen, dass ich den Kampf gegen dieses Wild(Un)kraut wieder verloren habe. Überall breitet es sich aus und man weiß eigentlich nicht, wie man es wieder los wird.

Jedes Jahr im Frühjahr jäte ich noch hoffnungsvoll jedes sprießende Blättchen, aber irgendwann gibt es andere Dinge zu tun und sobald man sich versieht, schaut das Kraut aus allen Ecken und Fugen und scheint zu sagen: Hier bin ich wieder! 

Egal ob im Rindenmulch, in den Beeten oder auf den Wegen zwischen Steinen, in den Blumenkästen, zwischen der Buchshecke überall kommt der Horn-Sauerklee (gefühlt über Nacht) zum Vorschein. Besonders schlimm wird es, wenn man ihn erst einmal im Rasen hat.



Aus meinen beiden vorherigen Gärten kenne ich diesen Klee überhaupt nicht. Wahrscheinlich ist hier ein günstiger Boden dafür. Es scheint auch keinerlei Abhilfe, außer ständiges Jäten dagegen zu geben. Unkrautvernichter möchte ich nicht einsetzen.

In den letzen Wochen ist es ganz besonders schlimm geworden und ich musste mal wieder einsehen, dass ich den Kampf für dieses Jahr wohl wieder verloren habe.

Die gelben Blüten des Horn-Sauerklees (Oxalis corniculatus) sind eigentlich ganz nett anzusehen, aber er ist wohl eines der hartnäckigsten Unkräuter im Garten überhaupt.

Nach der Blüte bildet er Samenkapseln und irgendwann schleudert er seine Samen bis zu einem Meter hinaus und verbreitet sich unaufhörlich. Außerdem vermehrt er sich durch tiefe Wurzelausläufer. In unserem lehmigen Boden ist er da sehr schwer rauszubekommen.

 
Samenkapseln



Sehr oft holt man sich diesen Klee mit gekauften Pflanzen in den Garten. Also Achtung, wenn euch ein solches Exemplar irgendwo begegnet, dann schnell weg damit. Horn-Sauerklee sollte auf Grund seines hohen Oxalsäuregehalts auch nicht unbedenklich als Heilpflanze wie manch andere "Unkräuter" eingesetzt werden. Man sollte ihn nicht essen oder Tee davon zubereiten.

Aber nun noch zu schöneren Dingen. Schauen wir lieber auf die tollen Farben, die uns die letzten Spätsommertage noch schenken. 


Die Rosen blühen nach wie vor zusammen mit den Spinnenblumen, dem Sonnenhut und den Staudensonnenblumen.






Zinnien und Cosmea leuchten im Beet.
   

Endlich habe ich auch einmal die Grille entdeckt, die seit Tagen im Garten zirpt, wie im Hochsommer.



Durch den Sonnen- und Regenmix gab es bei uns in den letzten Tagen ganz viele Regenbogen.


Im Gewächshaus werden die Paprikafrüchte reif und die kleinen Äpfelchen am neuen Zierapfelbaum beginnen sich zu färben.

Ich wünsche euch eine schöne neue Woche mit etwas mehr Wärme und Sonnenschein.